Wenn Sie mobile Werbekampagnen auf Facebook betreuen, kennen Sie sicherlich die eleganten Möglichkeiten für Deep Linking, die dort bereitgestellt werden. Leider sind originäre Facebook-Posts eine komplett andere Baustelle. Warum ist es so kompliziert, den Nutzern denselben Eindruck für Beiträge im Facebook-Messenger oder auf der Facebook-Pinnwand Ihrer Firma zu bieten?

Es überrascht nicht, dass Facebook anstrebt, Sie in der eigenen App zu behalten also das ganze Gegenteil zu Deep Linking. Eine Ausnahme bildet das kostenpflichtige Installieren von Apps. Unter iOS ist ihr in der App integrierte Browser extra so gestaltet, dass universelle Links Ihre App nicht öffnen. Diese Strategie der Einmauerung ist Absicht, und deshalb gibt es auch viele Unklarheiten darüber, wie Deep Linking auf Facebook funktioniert.

Facebook-App-Links

Eine Begründung dafür, warum Facebook universelle Links blockiert, ist die Bevorzugung des eigenen Standards für Deep Linking: App-Links. Obwohl sie genauso heißen wie Androids App-Links, sind Facebooks App-Links ein absolut anderer Standard, ähnlich wie Open Graph-Tags. Wenn Sie App-Links-Tags zu Seiten am Ende Ihrer Links hinzufügen, wird Facebook diese ausfindig machen, um zu erfahren, wie Deep Linking zu Ihrer App funktioniert. Dann wird Facebook Ihre App öffnen, sofern sie installiert ist.

Hier sind die drei großen Einschränkungen von Facebooks App-Links:

  1. Sie werden nur von Facebook unterstützt. App-Links auf Ihrer Seite nützen nichts für das Deep Linking aus allen anderen Apps heraus.
  2. Sie unterstützen kein aufgeschobenes Deep Linking.
  3. Sie funktionieren nicht unter iOS. Wenn Ihre App nicht installiert ist, bleibt nur der App Store als einzige Option.

Wenn Sie App-Links als Facebook-Empfehlung nutzen möchten, ist der Nutzen eindeutig: Facebook wird die App öffnen, sofern installiert, und Sie erhalten einen benutzerdefinierten URI-Pfad für die Verwendung als Deep Link. Wenn Sie Werbekampagnen nur zum Zwecke der Wiedergewinnung ausführen, dann ist alles OK. Sie bekommen sonst keine Klickattributierung (es sei denn, Sie nutzen ein spezielles Werkzeug wie Branch, das für die Verfolgung von Klicks nach Öffnen der App konzipiert ist), aber immerhin wird das Deep Linking funktionieren.

Die dunkle Seite von App-Links

Es gibt ein großes Problem mit App-Links: möchten Sie Deep Linking, wenn Ihre App installiert ist, wird Facebook jeden anderen direkt zum App Store senden. Es gibt also keine Möglichkeit, Attributierungstools oder Anbieter von Deep Links zu nutzen, und Sie werden immer die Klickdaten verlieren (auch Attributierungsdaten), wenn jemand Ihre App nicht hat.

Das kann eigentlich nicht ernst gemeint sein; der al:web:should_fallback App-Link-Tag ist genau für die Kontrolle dessen vorgesehen, ob ein Nutzer ohne Ihre App zum App Store oder zu Ihrer Web-URL geführt wird. Wennal:web:should_fallback auf wahr gesetzt ist, sollten Ihre Nutzer zu einer Web-URL geleitet werden (Ihre Webseite oder Branch). Leider funktioniert dieser Tag seit über einem Jahr unter iOS nicht mehr, und Entwickler vom Facebook-Team haben uns bestätigt, dass das nicht repariert wird. Facebook wird unter iOS nur tief verlinken, wenn al:web:should_fallback auf falsch gesetzt ist.

(Hinweis: al:web:should_fallback arbeitet unter Android noch wie dokumentiert, aber dies könnte sich jederzeit ändern. Es ist außerdem nicht möglich, den Wert plattformabhängig festzulegen.)

Die meisten cleveren Marken wollen keine erste Nutzerbekanntschaft über eine Seite des App oder Play Stores. Sie möchten auch ihre Attributierungsdaten nicht opfern müssen. Deshalb ist al:web:should_fallback fast überall auf falsch gesetzt. Basierend auf den Rückmeldungen unseres Partnernetzwerks nutzen Branch-Links diese Vorgehensweise, um alle Berührungspunkte sicher abzudecken.

Die Ausweichlösung für die Einschränkungen der App-Links

Glücklicherweise gibt es einen Ausweg: Sie können eine Vorschau auf Webinhalte mit einem darin enthaltenen Deep Link anbieten. Sie setzen al:web:should_fallback auf falsch, führen alle Nutzer zu der Vorschau und erlauben Nutzern mit installierter App, diese auf Wunsch zu öffnen. Nutzer ohne App können zwischen ihrer Installation (mit einem aufgeschobenen Deep Link) oder dem Verbleib bei der Webversion des Inhalts wählen. Stellen Sie lediglich sicher, dass Ihr Deep Link die universellen iOS-Links unterstützt,cda benutzerdefinierte URI-Schemata in Facebooks Webansicht nicht funktionieren.

Branch bietet zwei fertig vorbereitete Wege für die Bereitstellung dieser Inhaltsvorschau an. Und weil wir intelligent verfolgen, ob Ihre Nutzer Ihre App haben oder nicht, können wir clever zwischen den Aktionsaufforderungen Öffnen und Installieren wechseln, abhängig davon, ob Ihr Nutzer über die App verfügt.

Journeys intelligente App-Banner

Wenn Sie über eine eigene Webseite mit demselben Inhalt wie in Ihrer App verfügen, ist ein intelligentes Banner von Journey eine elegante Lösung, um Ihre vorhandenen Inhalte in tief verlinkte Vorschauen umzuwandeln. Das fördert die Web-zu-App-Konversion in vielen Situationen, einschließlichFacebook.

Branch Journeys smart banners

Deepviews

Wenn Sie keine eigene Seite haben oder Ihre Inhalte dort nicht verfügbar sind, dann ist die Aktivierung von Deepviews so einfach wie das Anklicken eines Buttons.


Facebooks App-Links lösen einige Probleme, die beim Versuch entstehen, einen Deep Link auf Gebiete außerhalb des gut eingezäunten Facebook-Gartens zu setzen, aber greifen viel zu kurz, um die Bedürfnisse eines Werbetreibenden nach der Messung jedes Berührungspunktes zu befriedigen. Um Ihren Nutzern ein nahtloses Gefühl zu bieten, benötigen Sie eine feiner abgestimmte Lösung, die Ihnen die Kontrolle über das aktuelle Erlebnis bietet.

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